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Datum: 07.04.2021

750.000 Euro für Start-up-Vorhaben der Uni Bonn Physiker erhalten ?EXIST-Forschungstransfer“ des BMWi für die Entwicklung industrieller Prototypen

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Wie lassen sich moderne Bauteile wie Elektromotoren, Akkus oder Handys immer schneller, energiesparender und qualitativ hochwertiger herstellen? Ein zentrales Werkzeug aus der Physik sind Hochleistungslaser, die dabei helfen, verschiedene Materialien zu bearbeiten. Mit ihrer innovativen Technologie, die Strahlform des Lasers individuell auf den jeweiligen Prozess abzustimmen, haben Physiker der Universit?t Bonn jetzt einen hochdotierten Wettbewerb gewonnen: Das Start-up-Vorhaben ?Midel Photonics“ von Dr. David Dung, Dr. Christian Wahl, Dr. Christopher Grossert und Frederik Wolf wurde für das F?rderprogramm ?EXIST-Forschungstransfer“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Europ?ischen Sozialfonds ausgew?hlt. Die F?rderung in H?he von rund 750.000 Euro soll den Gründern dabei helfen, ihren zukunftstr?chtigen Ansatz aus der Forschung in die industrielle Anwendung zu bringen.

?Midel Photonics“ ist erst das zweite ausgew?hlte Projekt in diesem Wettbewerb für die Universit?t Bonn. ?Das ist wirklich ein Riesenerfolg für die Gründer, aber auch für die Universit?t und unsere enaCom-Angebote für Gründungsinteressierte“, sagt Benita Schuba, stellvertretende Abteilungsleiterin des Transfer Centers enaCom, die das Gründerteam bei der Beantragung intensiv beraten hat.

Mit der von den Bonner Physikern entwickelten Methode wird es m?glich, Laserstrahlen in die passende Form zu bringen. Dies st??t in der Industrie auf gro?es Interesse, da dort immer mehr Laser eingesetzt werden, beispielsweise zur Fertigung von Elektromotoren oder Handykomponenten. Bislang werden für die sehr unterschiedlichen Prozesse noch Laserstrahlen mit runder Form verwendet. ?Das ist so, als würden Sie versuchen bei einem Akkuschrauber mit einem einzigen Kreuzaufsatz jegliche Schraubentypen zu drehen. Mit einem passenden Aufsatz ginge es deutlich leichter. Sie sparen Energie und Zeit und gewinnen Qualit?t“, erkl?rt David Dung von Midel Photonics. Mit der Technik des Start-up-Projekts lassen sich solche Aufs?tze für die gewünschte Laserstrahlform deutlich flexibler herstellen als bereits existierende L?sungen am Markt.

Ziel der EXIST-Forschungstransfer-F?rderung ist die Entwicklung industrieller Prototypen. Für Christopher Grossert, einen der Gründer, eine ?riesige Chance, um Grundlagenforschung in die Industrie zu katapultieren“. Nun hat das Team die Freiheit, sich auf die industrielle Anwendung zu konzentrieren – für die Forscher aus der Physik ein ganz neues Kapitel. Von Kundengewinnung bis Business-Plan ist das Aufgabengebiet vielschichtiger geworden. ?Dabei werden wir uns in vielerlei Hinsicht auch pers?nlich weiterentwickeln. Es ist aber genau das, was wir schon lange machen wollten. Und jetzt haben wir die Ressourcen dafür“, sagt David Dung.

Von mikroskopisch kleinen zu zentimetergro?en Strukturen

Um in den kommenden 18 Monaten die gesteckten Ziele zu erreichen, stellen sich verschiedene Herausforderungen. ?Die gr??te technische Herausforderung ist, was wir im Kleinen schaffen, auf das Gro?e zu übertragen. Von mikroskopisch kleinen Strukturen, wie sie in der Wissenschaft ben?tigt werden, zu den zentimetergro?en Strukturen, wie man sie für den industriellen Einsatz ben?tigt – und das ohne Qualit?tseinbu?en“, erkl?rt Christian Wahl von Midel Photonics. Neben diesen technischen Aspekten steht auch die finale Unternehmensgründung w?hrend der F?rderphase an.

Darüber hinaus müssen die Gründer ein tragf?higes Gesch?ftsmodell mit einem Vertriebskonzept aufstellen und m?glichst eine Anschlussfinanzierung einwerben. Investoren erm?glichen Start-ups ein schnelles Wachstum, um den Markt zu erobern. Das ist auch das Ziel von Midel Photonics. Hierbei kann das Team auf die betriebswirtschaftliche Erfahrung von Mitgründer Frederik Wolf durch sein duales Studium der BWL zurückgreifen. Weitere Unterstützung erhalten die Gründer auch von ihrem fachlichen Mentor Prof. Dr. Martin Weitz vom Institut für Angewandte Physik der Universit?t Bonn. Er ist Vize-Sprecher des Exzellenzclusters ?ML4Q – Materie und Licht für Quanteninformation“, einem Forschungsverbund der Universit?ten K?ln, Aachen und Bonn sowie des Forschungszentrums Jülich.

Neben der finanziellen F?rderung durch das EXIST-Programm helfen den Gründern auch weiterhin die Angebote des Transfer Centers an der Universit?t Bonn. ?Wir freuen uns total auf die weitere Zusammenarbeit mit enaCom“, sagt Frederik Wolf. Mit dem Knowhow und der Beratung der Start-up-Coaches werde das Team unter anderem die n?tigen unternehmerischen Skills weiterentwickeln k?nnen, um dann in Zukunft am Markt durchstarten zu k?nnen.

365体育备用网址 für die Medien:

Dr. David Dung
Institut für Angewandte Physik der Universit?t Bonn
Telefon: +49 228 73-60454
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

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