Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Forschung Service 7.2 Drittmittelservice & Projektmanagement EU-Projekte

EU-Projekte

1. Konsortium
Der Koordinator ist alleiniger Ansprechpartner für die EU. Auch die Zahlungen der EU flie?en an den Koordinator, der diese anhand des Budgetplans bzw. der Regelungen im Konsortialvertrag (Consortium Agreement) an die Partner weiterleitet.
?
2.?Grant Agreement (F?rdervertrag, Bewilligung)
F?rdert die EU Ihr Projekt, schlie?t sie ein sogenanntes ?Grant Agreement (GA)“ (Bewilligung)? mit der Universit?t Bonn (bei alleiniger Antragstellung) bzw. mit dem Koordinator (bei Verbundprojekten) ab. Bei Verbundprojekten treten die weiteren Projektpartner (Beneficiaries)? dem GA durch Unterschrift der ?Accession Form“ bei. Die Erstellung des GA erfolgt in H2020 elektronisch und die Unterschrift wird durch die Universit?tsverwaltung ebenfalls elektronisch geleistet. Alle?wichtigen Dokumente der EU?finden Sie im Internet unter:?http://ec.europa.eu/research/participants/portal//desktop/en/home.html
?
3.?Amendments (Vertragserg?nzungen)
Ergeben sich w?hrend der Projektlaufzeit ?nderungen (z.B. Wechsel bei den Projektpartnern, ?nderungen bei relevanten 365体育备用网址daten, zus?tzliches Subcontracting, andere Verteilung der Arbeitspakete etc.), die Auswirkungen auf den Annex I (Description of Action) haben, muss das GA in Form eines Amendments erg?nzt werden. Hierzu meldet der Koordinator (sofern es sich um ein Projekt mit mehreren Partnern handelt) die gewünschte ?nderung an die EU. Diese leitet dann über das Participant Portal den Amendement-Prozess ein.
?
4.?Gesamtfinanzierungsplan
Den Gesamtfinanzierungsplan finden Sie in Annex 2 (Estimated budget for the action) des Grant Agreements. Der Gesamtfinanzierungsplan setzt sich aus dem Budget der einzelnen Beneficiaries zusammen. Die Gesamtbewilligungssumme für das Konsortium ist eine Obergrenze. Zus?tzliche Mittel bewilligt die EU nicht. Eine kostenneutrale Verl?ngerung eines Projektes ist in Ausnahmef?llen m?glich (siehe Punkt 11) und wird von der Universit?t Bonn bzw. vom Koordinator beantragt.
?
5.?Mittelumwidmung
Eine Verschiebung der Mittel zwischen Partnern, unterschiedlichen Kategorien oder beidem ist m?glich. Ein Amendment ist nicht n?tig, wenn es keine ?nderungen in der Ausführung der Arbeiten (wie in Annex I beschrieben) gibt.
Mittel für Subcontracting (Unterauftr?ge), die nicht in Annex I vorgesehen waren, k?nnen nur über ein Amendment umgewidmet werden (siehe Punkt 5).
?
6.?Zahlungsanforderungen/Mittelabruf
Die Auszahlung der Mittel wird durch die EU veranlasst und erfolgt an den Koordinator oder direkt an die Universit?t Bonn, wenn diese der einzige Projektpartner ist. Zu Beginn eines Projektes leistet die EU eine Vorauszahlung (Pre-Financing).? Von der Summe des Pre-Financings beh?lt die EU 5 % für den Garantiefond? ein. Weitere Zahlungen (Interims-Zahlungen) erfolgen nach Einreichung, Prüfung und Akzeptanz der Zwischennachweise (Financial Statements) bis zu max. 90 % der F?rdersumme. Die H?he der Interims-Zahlungen richtet sich nach den gemeldeten und anerkannten Kosten. Die Schlusszahlung inkl. der einbehaltenen Mittel aus dem Garantiefond erfolgt nach Einreichung und Prüfung des letzten Verwendungsnachweises. Sobald? die EU die Endberichte erhalten hat, erfolgt die Schlusszahlung innerhalb von 90 Tagen, wenn die EU keine Nachfragen mehr hierzu hat.? Dieser Prozess kann aber auch bis zu einem ein Jahr, je nachdem, ob noch ein Audit seitens der EU angeordnet wird. Die EU-Kommission hat das Recht w?hrend der Laufzeit eines Projektes oder 2 Jahre nach Erhalt der Schlusszahlung? ein Audit des Projektes durchzuführen, oder von einer Firma durchführen zu lassen. Man kann im Vorfeld nicht sagen wann, welche und ob Projekte geprüft werden, dies beh?lt sie die EU-Kommission vor.
?
7.?Verzinsung
Fordert die EU-Kommission Mittel zurück (Debit Note), dies kommt in der Regel nur nach einer Prüfung durch die Kommission vor, erhebt sie Zinsen, sofern der Aufforderung nach Erstattung der Mittel nicht fristgerecht nachgekommen wird.
?
8.?Auftragsvergabe
Wenn im Budget Mittel für ?Subcontracting“ (Unterauftr?ge) vorgesehen sind, k?nnen diese entsprechend vergeben werden. Hier sind vorab immer die Abteilung 7.2 (wegen des Budgets) und die Abteilung 5.3 (bezüglich der Auftragsvergabe) zu beteiligen.
?
9.?Laufzeitverl?ngerung
Die EU-Kommission gew?hrt nur in Ausnahmef?llen und nach ausführlicher Begründung eine kostenneutrale Verl?ngerung des Projektes, wie z.B.? bei Ereignissen, die bei Unterzeichnung des Grant Agreements nicht vorhersehbar waren (Krankheit etc.). Eine Verl?ngerung ist grunds?tzlich nur um bis zu 6 Monate m?glich.
Zus?tzliche Arbeiten oder wenn Berichtsabgabefristen der EU-Kommission nicht eingehalten werden k?nnen, reichen als Begründung für eine Laufzeitverl?ngerung des Projektes grunds?tzlich nicht aus.
?
10.?Verwendungsnachweis (Financial Statement )
Die EU legt für jedes Projekt Berichtsperioden fest. Diese stehen in Artikel 20.2. des Grant Agreements. In jeder Berichtsperiode muss ein technischer Bericht und ein Finanzbericht abgegeben werde. Beide Berichte werden über das Participant Portal der EU-Kommission elektronisch eingereicht. Bei der Erstellung des finanziellen Verwendungsnachweises
(Financial Statement) unterstützt Sie die Abteilung 7.2. Bitte kontaktieren Sie die jeweilige Sachbearbeiterin mindestens 3 Wochen vor Ablauf der Einreichungsfrist. Das Financial Statement muss vom Financial Signatory in Abteilung 7.2 (Frau Frankenreiter oder Frau Sprinkmeier) unterzeichnet und an den Koordinator /die? EU übermittelt werden.
Erreichen oder ?bersteigen die abgerechneten Ausgaben 325.000 EUR, ohne Overhead Anteil (indirekte Kosten), muss am Ende der Projektlaufzeit ein sog. Certificate on the Financial Statement (Buchprüfungszertifikat)? zusammen mit dem Schlussverwendungsnachweis eingereicht ?werden. Dieses wird durch einen internen Auditor der Universit?t Bonn (Abteilung 5.1- Haushaltswesen) erstellt.
Zur Erstellung des Audits werden ca. 14 Tage ben?tigt. Bitte planen Sie dies bei der Vorbereitung des Schlussverwendungsnachweises mit ein. Ihre zust?ndige Sachbearbeiterin kümmert sich um die Ausstellung der notwendigen Dokumente und die Beauftragung des Auditors.
?
Sonderregelung bei Marie S. Curie Projekten
Marie S. Curie Projekte werden i.d.R. nach Unit Costs abgerechnet. Berechnungsgrundlage sind die Researcher Monate, in denen Sie einen Marie Curie Fellow besch?ftigt haben. Ma?geblich für die Abrechnung ist also die Besch?ftigungsdauer eines Marie Curie Research Fellows, nicht die tats?chlichen Kosten. Tats?chliche Kosten werden nicht nachgewiesen. Allerdings müssen Sie nachweisen k?nnen, dass das Projekt planm??ig verlaufen ist. D.h., waren z.B. Workshops vorgesehen, muss bei einer Prüfung nachgewiesen werden k?nnen, dass diese stattgefunden haben.
?
11.?Indirect Costs (Overheads)
Die EU-Kommission gew?hrt grunds?tzlich eine Pauschale in H?he von 25 % auf die direkten Kosten.
Der Overhead-Anteil der eingegangenen EU-Mittel wird von der Verwaltung direkt auf ein zentrales Overhead-Konto gebucht und verwaltet. Der Overhead steht dem Projekt also nicht direkt zur Verfügung. Zu Beginn eines Kalenderjahres wird der Instituts-Anteil des Overheads gem?? der Ist-Ausgaben des Vorjahres dem jeweiligen Institutskonto in Kapitel 61111 gutgeschrieben. Die H?he des Ihnen zur Verfügung stehenden Anteils k?nnen Sie dem?Rundschreiben 24/2014?entnehmen.
?
Sonderregelung bei Marie S. Curie Projekten
Die Overhead-Pauschale in H?he von 25 % gilt nicht für Marie S. Curie Projekten. Hier gibt es?eine?Unit-Pauschale pro Research-Monat, die Overhead und Managementkosten abdeckt. Bei Marie S.- Curie Projekten (Geldgeberschlüssel 108) erfolgt daher keine Umbuchung des Overheadanteils. In diesen Vorhaben steht der Overhead-Anteil den Projekten zur Verfügung.
In Konsortialprojekten beh?lt der Koordinator eines Marie S. Curie Projektes grunds?tzlich einen Anteil aus der Overhead-Pauschale für die Gesamtkoordination des Projektes ein. Die H?he wird im jeweiligen Konsortialvertrag individuell festgelegt (i.d.R. ca. 50 %).
?
12.??Weitere Regelungen??
Alle Projektmitarbeiter, die über das Projekt abgerechnet werden sollen, müssen?Stundenzettel?(Time Sheets) führen. Ein Muster für die Time Sheets?finden Sie unter:?/forschung/forschungsdezernat/7.2-drittmittelservice-projektmanagement/eu-beihilferahmen-trennungsrechnung.
?
Bitte verwenden Sie immer das Englische Formular!
  • Die?Mehrwertsteuer?ist in H2020 erstattungsf?hig.
  • Personalausgaben:
Aufgrund nationaler rechtlicher Vorgaben k?nnen?aus EU-Projektmitteln keine Stipendien aus den bewilligten direkten Personalkosten vergeben/finanziert werden.?Nach den Vorgaben der EU müssen Stipendiaten, wie Arbeitnehmer abgerechnet und behandelt werden (Weisungsgebundenheit, Führung von Time Sheets, Abgabe der Rechte). ?Dies verst??t gegen die nationalen Vorgaben zu Stipendiaten (Weisungs- und Arbeitszeitungebundenheit, keine Pflicht zur Abgabe von Rechten).
  • Abrechnung von Personalkosten:
Bitte beachten Sie, dass die Personalkosten anhand von Stundens?tzen gegenüber der EU abgerechnet werden müssen (siehe auch Artikel 6.A des Annotated Model Grant Agreements). Die tats?chlichen Personal-Ausgaben sind für die EU hierbei nicht von Belang. Die Berechnung der Personalkosten übernimmt die Abteilung 7.2. Die Berechnung erfolgt anhand der eingereichten Time Sheets. Die Basis der Berechnung ist das letzte, abgeschlossene Kalenderjahr. Die Zahlen werden mit Ihnen abgestimmt.
Sollten durch diese Regelung negative Differenzen zwischen? tats?chlichen und anerkannten Ausgaben entstehen, sprechen Sie bitte Ihre Projektmanagerin in der Abteilung 7.2 an.
?
In Marie S. Curie Projekten ist die H?he der Vergütung von Marie S. Curie Fellows im jeweils gültigen ?Work Programm“ festgelegt und darf NICHT unterschritten werden. Marie S. Curie Fellows bekommen daher einen explizit für dieses Programm zugeschnittenen Dienstvertrag, den die Abteilung 3.2 - Beamte, wissenschaftliches Personal oder die Abteilung 3.3 - wissenschaftliches Personal aufsetzt. Bitte melden Sie einzustellende Marie S. Curie Fellows frühzeitig bei der der jeweiligen Abteilung an.
?
  • Abrechnung von festangestelltem Personal:
Festangestelltes Personal (Stammpersonal) kann ebenfalls gegenüber der EU abgerechnet werden. Voraussetzung ist, wie bereits? o.g. die Führung von Time Sheets. Die entsprechenden Ausgaben müssen dem Projekt belastet werden.Da die ursprünglichen Ausgaben im Fachbereich entstanden sind, werden die Personalkosten für das festangestellte Personal dem Fachbereich dann auch wieder gutgeschrieben. Für den genauen Ablauf/Handhabung, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Sachbearbeiterin.
?
  • Ger?te:
Bei der Anschaffung von Ger?ten muss beachtet werden, dass nur die?Abschreibungskosten w?hrend der Projektlaufzeit?gegenüber der EU geltend gemacht werden k?nnen. Die Nutzungsdauer der Ger?te richtet sich in der Regel nach der Klassifikationsliste der Abteilung 5.1 - Externes Rechnungswesen.
?
?
Stand: Juni 2018

? ??

Artikelaktionen