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Glass Kramer L?bbert Gesellschaft von Architekten mbH

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Beurteilung des Preisgerichts


Der Verdienst des Entwurfes liegt darin, das geforderte Raumprogramm zugunsten unversiegelter Grundstücksfl?che in einem kompakten Bauk?rper zu organisieren. Dadurch kann im Süden neben einem Rekreationsfeld eine Wendelrampe angeordnet werden, die es erm?glicht, Fahrrad fahrender Weise die Fahrradstellpl?tze im Keller zu erreichen. Ohne Not, halten sich die Verfasser nicht an die zum Platz vorgegebene Baulinie und springen eine wertvolle Rasterbreite zurück.
Die streng seriell angelegte Fassade weicht auch für die Ausgestaltung des einzigen Eingangs vom Platz hin nicht vom Design des Einzelmoduls ab und so kommt dieser wenig prominent und einladend daher. Die Geste, ein Geb?ude als starken, klar definierten Block zu platzieren wird durch die Jury kontrovers diskutiert, überzeugt aber am Ende nicht.
R?umliche Enge vor allem im EG Foyer ist Ergebnis dieses Ansatzes, der sich auch in den Obergeschossen fortschreibt und verhindert, dass Begegnungsorte und Aktionsfl?chen, zwanglos an Fluren, Foyers und Treppen angeordnet werden k?nnen.
Von Seiten des Brandschutzes hat das r?umliche Organisationskonzept wenig Bestand, z.B. bei den frei eingestellten Seminarr?umen in den offenen Treppenfoyers. Hier würden gesonderte, zweite Rettungswege, die jetzt funktional interessante Anordnung von R?umen, vor allem in der Bibliothek, unm?glich machen.
Nicht klar nachvollziehbar ist die natürliche Lichtführung des Blockinneren mittels verschachtelt ausgedachter Innenh?fe.
Positiv zu bewerten ist die Sichtbarkeit des Maschinenraums im EG. Schade, dass dieser Vorschlag nicht für eine haustechnische Idee zur Verwertung der Abw?rme oder ein smartes Kühlungskonzept genutzt wird.
Die Darstellung der Bürogrundrisse gibt Anlass, dass flexible Wandstellungen, sowohl zu den Fluren als auch untereinander, einfach m?glich sind. Der gezeigte Doppelboden unterstützt diesen Gedanken.
Ansonsten setzt die TGA auf den bew?hrten Mindeststandard additiver Technik: Photovoltaik auf dem Dach, au?enliegenden Sonnenschutz - ein integraler Ansatz fehlt.
Eine einfach herstellbare serielle Vorfertigung, der immer gleichen Fassadenelemente, aus recyceltem Beton verkleidet mit ebenfalls recyceltem Werkstein, gibt eine Ahnung, was Kreislaufwirtschaft leisten k?nnte. Die von der Fassadenkante zurückgesetzten, ?ffenbaren Hartholzfenster, sind konstruktiv gut geschützt und gut zu erhalten.
Gem?? der selbst gesetzten Pr?misse ist die Arbeit baukonstruktiv und innenr?umlich funktional konsequent durchgearbeitet.
Verblüffend ist, dass trotz baulicher Kompaktheit und serieller Vorfertigung die vorgegebenen Ziele für Quadratmeter und Kosten gem. Verfasserangaben überschritten werden.

Fotos der Modelle: ? Volker Lannert / Universit?t Bonn

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