22. Juli 2022

Zehn Millionen Euro für Arch?ologen der Uni Bonn Zehn Millionen Euro für Arch?ologen der Uni Bonn

Akademienprogramm f?rdert Projekt zur Erforschung r?mischen Lebens am Niedergermanischen Limes

Die vier r?mischen Legionsstützpunkte in Bonn, Neuss, Xanten und Nijmegen tragen noch immer ungeborgene Wissenssch?tze über das facettenreiche Leben der R?mer am Niederrhein in sich. Diese zu entschlüsseln und für n?chste Forschergenerationen zu bewahren, ist Ziel eines Teams unter der Federführung des Arch?ologen Prof. Dr. Jan Bemmann von der Universit?t Bonn. Gro?e Unterstützung erh?lt das Projekt jetzt durch das von Bund und L?ndern gemeinsam finanzierte Forschungsprogramm der Wissenschaftsakademien: Als eines von fünf neu gef?rderten Langfristvorhaben erh?lt es rund zehn Millionen Euro für die kommenden 18 Jahre.

Lebensbild des r?mischen Legionslagers und der Lagervorstadt von Bonn, Blick nach Süden.
Lebensbild des r?mischen Legionslagers und der Lagervorstadt von Bonn, Blick nach Süden. ? Mikko Kriek, BCL Archaeological Support, Amsterdam
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Das LVR-LandesMuseum Bonn ist der prominenteste Kooperationspartner und zugleich Mitinitiator des Projekts. Eng eingebunden sind zudem die Universit?t Nijmegen und die Ludwig-Maximilians-Universit?t München. Darüber hinaus besteht eine enge Vernetzung mit Museen und der Bodendenkmalpflege im Rheinland. ?Das Vorhaben bewegt sich auf der spannenden Schnittstelle von hochmoderner digitaler Forschung und Kulturerhalt“, sagt Projektleiter Jan Bemmann von der Abteilung Vor- und Frühgeschichtliche Arch?ologie der Universit?t Bonn.

?Ich gratuliere Jan Bemmann und seinem Team herzlich zur F?rderung dieses Projekt, das die faszinierende Geschichte unserer Weltkulturerbe-Region langfristig erforscht“, betont der Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs Prof. Dr. Andreas Zimmer. ?Gerade auch die enge Vernetzung zu herausragenden Partnern ist ein besonderes Merkmal dieses Vorhabens, das der heutigen und den zukünftigen Generationen wichtige Erkenntnisse über vergangene Zeiten liefern wird, die bis in die Gegenwart ausstrahlen.“

Umfassende Analyse von Materialien zu Legionslagern

Legionslager, deren Truppen in der frühen Kaiserzeit noch aus den mediterranen Kerngebieten stammten, waren eine Art Mikrokosmos Roms. Gut erkennen l?sst sich dies beispielsweise an den stadt?hnlichen Milit?ranlagen, der Ern?hrungsweise oder auch den Importen. ?Und auch wenn die Forschung nicht bei null beginnt, l?sst sich bislang etliches nur erahnen“, sagt Jan Bemmann, Mitglied der Transdisziplin?ren Forschungsbereiche ?Individuals and Societies“ und ?Present Pasts“ sowie Principal Investigator am Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies der Universit?t Bonn.

?Dank moderner geophysikalischer Prospektionsverfahren und neuer M?glichkeiten der Fernerkundung stellen sich die in der ?lteren Forschung h?ufiger als Inseln betrachteten Legionslager inzwischen als Zentren eines dicht bebauten und intensiv genutzten Umlandes dar“, sagt Bemmann. Darüber hinaus erlauben neue naturwissenschaftlichen Analysemethoden Einblicke in die Ern?hrungsgewohnheiten, Gesundheit oder Mobilit?t der Bewohner. Die in über 150j?hriger Sammler- und Ausgrabungst?tigkeit gewonnenen Materialien zu den Legionslagern und ihrem Umland sollen nun erstmalig vollst?ndig wissenschaftlich analysiert werden.

Das Akademienprogramm

Das gemeinsame Forschungsprogramm der deutschen Wissenschaftsakademien – das Akademienprogramm – dient der Erschlie?ung, Sicherung und Vergegenw?rtigung unseres kulturellen Erbes. Es ist derzeit das gr??te geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands und ist international einzigartig. Seit 1979/80 wird es von Bund und L?ndern gemeinsam finanziert. Ansprechpartner für das Programm in Nordrhein-Westfalen ist die Akademie der Wissenschaften und der Künste mit Sitz in Düsseldorf (www.akw.nrw).

Prof. Dr. Jan Bemmann
Vor- und Frühgeschichte Arch?ologie
Tel. +49 228 73-7325
E-Mail: Jan.Bemmann@uni-bonn.de

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